• Was will mein Hund wirklich?

    Sven Bluhm/Hunde-Web.com

    Hunde arbeiten gerne im Team, sie brauchen mehr als Leckerlies und ein bisschen Zuneigung. Doch die entscheidende Frage ist, was will mein vierbeiniger Wegbegleiter wirklich?

    Wir lieben unsere Hunde, lesen Zeitschriften und Bücher um uns zu informieren und geben für Halsbänder und manche von uns sogar für Designerkleidung viel Geld aus. Manche Hunde bekommen Massagen, Geburtstagsgeschenke und Haarschnitte die teurer sind als unsere eigenen. Es soll auch Hunde geben, die eigene Zimmer oder sogar Häuser besitzen.

    Doch was braucht unser Hund um Glücklich zu sein?

    Man könnte sagen es reicht ein Steak und eine bodenloses Leckerli-Fass. Viele Hundemenschen haben so eine Liste im Kopf und sind der Meinung, genau diese Dinge braucht mein Hund um glücklich und zufrieden zu sein. Doch es gibt bestimmte Eckpunkte, die in einem Hundeleben vorhanden sein sollten und wichtiger sind.

    Jetzt mal ernsthaft…

    Eigentlich ist es ein Kinderspiel seinem Hund ein erfülltes und ausgeglichenes Leben zu bieten.

    Das Wichtigste sollte sein, den Hund im Top-Gesundheitszustand zu halten.

    Dazu gehören:

    – Futter, das auf die Bedürfnisse deines Hundes abgestimmt ist, alles bietet, was ein Hund an Nährstoffen braucht. Das Futter sollte auf Alter, Energie und potenziellen Allergien abgestimmt sein. Dazu bekommt man auch Tipps von jedem Tierarzt.

    – Regelmäßige alle gesetzlich vorgeschrieben Impfungen durchführen

    Eine ganz andere, sehr wichtige Zutat ist Bewegung. Gut abgestimmtes Futter führt ohne Bewegung zu Übergewicht. Das Übergewicht kann die Gesundheit und die Gelenke belastet und kann Diabetes hervorrufen. Ein Mangel an Bewegung kann zu Langerweile und/oder angestauten Stress führen, was wiederum Verhaltensstörungen hervorrufen kann. Nehme dir die Zeit und genieße die Zeit draußen im Park, Wäldern oder Seen, um mit deinem Hund Zeit zu verbringen. Übrigens, auch uns Menschen schadet die Bewegung nicht.

    Erziehung und Regeln

    Mit der Intelligenz von Kleinkindern und den körperlichen Fähigkeiten eines Olympioniken, brauchen Hunde unbedingt Grenzen und Regel, die von uns umgesetzt werden müssen, damit dein Hund lernt, wie er sich in der Gesellschaft von Hunden und Menschen zu verhalten hat. Die Erziehung sollte idealerweise sofort nach dem Einzug des Hundes in die Familie beginnen, damit man nicht irgendwann den Schreck der Nachbarschaft besitzt.

    Unsere Hunde wollen Regeln, Sitten, Konsequenz erfahren. Hunde sind sehr feinfühlig und aufmerksam und können jede schwäche in unserer Erziehung ausnutzen. Deswegen muss man sie vom ersten Tag an trainieren. Jede Minute des Tages ist Erziehung, dein Hund muss wissen, dass jetzt zu Beispiel eine Pause stattfindet, wie er sich in diesem Moment und in dieser Situation zu verhalten hat. Irgendwann ist dies alles Routine für dich und deinen Hund, aber das braucht natürlich ein bisschen Zeit. Hunde wollen wie Kleinkinder auch Grenzen und Regeln erfahren, nur so können sie sich orientieren und unterordnen.

    Die richtige Art von Sozialisation

    Hunde müssen Kinder, andere erwachsene Menschen und Hunde erleben und mit ihnen regelmäßig interagieren, um die grundlegenden sozialen Regeln zu erlernen. Hunde sind tief im Innersten wilde Tiere, die über Jahrhunderte an den Menschen gewöhnt sind, aber manchmal kommt dieses Verhalten zu Tage und kann Probleme verursachen.

    Es entstehen im Alltag immer wieder Situationen, in denen es bei Hunden zu einem Kurzschluss kommen kann. Seien es chaotische Situationen wie eine schreiende Kinderhorde oder andere fremde Hunde, dein Hund muss lernen wie er reagieren soll. Man sollte diese Situationen unter Kontrolle haben, denn aggressives Verhalten und übermäßiger Stress können zu tragischen Unfällen führen. Genau aus diesem Grund müssen Hunde bereits in jungen Jahren mit diesen ungewöhnlichen Situationen konfrontiert werden.

    Auch die Gefahr von Isolation gegenüber der Außenwelt ist eine große Gefahr. Gerade Hundebesitzer, bei denen der Hund schon auffälliges Verhalten gegenüber anderen Hund gezeigt hat, versuchen oft diese Konfrontationen zu vermeiden, damit man vermeintlichen Ärger aus dem Weg geht. Andere Hundebesitzer wiederrum haben überhaupt keine Zeit sich ausreichend um ihren Hund zu kümmern und dadurch bleibt der soziale Kontakt auf der Strecke. Gerade junge Hunde können so zu sozialen Außenseitern werden, weil sie nie gelernt haben mit anderen Lebewesen in ihrem Umfeld umzugehen. Verhaltensprobleme sollten immer gelöst werden, wenn nötig sollte man einen professionellen und seriösen Hundetrainer zur Rate ziehen. Gegen Zeitprobleme gibt es auch zahlreiche Gassigehservices.

    Die Basis sollten tägliche ausgedehnte Spaziergänge sein und Ausflüge am Wochenende in Hundeparks, damit dein Hund den nötigen sozialen Umgang lernt. Auch in den Zoo gehen oder zu Freunden die Kinder haben, ist vorteilhaft für ein stressfreies Leben für deinen Hund.

    Aufgaben stärken das SelbstbewusstseinHund-training

    Hunde müssen Probleme lösen, lernen sie zu untersuchen und zu bewerten. Dazu gehören gut trainierte Sinne, wie sehen, hören und riechen. Diese können wir trainieren und stärken gleichzeitig das Selbstbewusstsein unseres Hundes. Ein Hund will Aufgaben, wie Apportierspiele, Leckerlies suchen oder einen Gummiball gefüllt mit Futter. Aufgaben, die es einem Hund nicht zu leicht machen und auch mal die Gehirnwindungen beanspruchen.
    Hunde fordern Spiele, die sie herausfordern. Lege ein Leckerli einfach mal unter einem Becher und schaue welche Lösungsansätze dein Hund verfolgt. Lege auch mal eine Duftspur, die zu einer Belohnung führt. Sind die ersten Hürden und Unsicherheiten gemeistert, wird dein Hund immer schneller die Lösung für die von dir gestellten Aufgaben finden. Dein Hund wird diese Erfahrungen mitnehmen und sie auf andere Dinge in seinem Hundeleben umsetzten.

    Jede Erfahrung, die deinen Hund fordert zu handeln und zum Denken anregt, bereichert sein Leben, und sorgt für einen intelligenteren, besser erzogenen Hund.

    Teamarbeit

    Hunde müssen sich als Teil eines zusammenarbeitenden, funktionierenden Teams fühlen. Andere sagen auch Rudel, Familie oder Gruppe, es ist ein Teil ihrer Denkweise und Hunde fühlen sich dort richtig wohl.

    Als Rudelführer solltest du ein Gefühl von Solidarität und Teamgeist wecken. Mache es wie es ein Hund tun würde: Schütze und Pflege dein Rudel, stelle Aufgaben, sei konsequent und stärke das Teamgefühl. Rudelführer strahlen immer Ruhe und Kontrolle aus und zeigen nie Unsicherheit. Auch wenn es dir persönlich mal nicht gut geht, muss man immer die Oberhand haben und dem Hund zeigen, dass man keine Schwächen besitzt.

    Fazit

    Dies wäre natürlich der Idealfall, aber gerade beim ersten Hund ist dies alles nur zu realisieren, wenn man sich Informiert, seinen Hund analysiert und sein Verhalten richtig interpretiert. Mit der Zeit lernt jeder engagierte Hundebesitzer einzuschätzen, wie er am besten mit seinem Hund das Leben bestreitet.

    von Sven

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