• Obedience – Gehorsames Hundetraining

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    Der Ursprung vom Obedience liegt, wie beim Agility, in England. Obedience ist eine der anspruchsvollsten Hundetrainingsarten. Wir haben es schon mehrfach geschrieben, es gibt keine schlechten Hunde, nur unzureichend informierte Hundebesitzer. Gut trainierte Hunde wollen ihrem Herrchen gefallen, untrainierte Hunde möchten das auch, sie wissen aber einfach nicht wie. Obedience fordert Hund und Herrchen im höchsten Maße, als ein perfektes, harmonisches Team aufzutreten. Dies ist vergleichbar mit der Dressur bei Pferden, wir geben dazu hier eine kleine Einführung.

    „Ein Obediencehund muss nicht arbeiten, er will arbeiten!“

    Andreas Steinmetz, obedience.de

    Obedience – Welches Zubehör benötige ich?

    Für das Obedience-Training wird keine große Ausrüstung benötigt. Wichtig sind nur ein komfortables Hundehalsband und eine bequeme, nicht zu lange Hundeleine. Für manche Aufgaben sind Pylonen ein Vorteil, aber hier kann auch improvisiert werden. Das Apportieren ist ein weiterer Bestandteil von Obedience, hierzu kann am Anfang jedes Spielzeug herhalten. Alles Weitere ist Training, Training und Training.

    Obedience -Training – Erste Schritte

    Bevor du mit dem Obedience-Training beginnst, solltest du eine passende Trainingsmethode für dich und deinen Hund wählen. Oberste Regel ist, dass du mit deinem Hund gewaltfrei arbeitest. Die Trainingsmethoden variieren, aber meistens reagieren Hunde auf Lob und Leckereien (positive Verstärkung) am besten. Dein Hund sollte auch gut sozialisiert sein, denn für aggressive und unsoziale Handlungen bekommt man im Wettkampf einen Punkte-Abzug. Erfolg stellt sich in der Regel in kleinen Schritten ein. Die Trainingseinheiten mit deinem Hund sollten nicht länger als 10-15 Minuten andauern und das 2-3 Mal am Tag. Für Hunde ist das Obedience-Training in den ersten Einheiten sehr anstrengend und insbesondere Welpen und Junghunde haben eine kurze Aufmerksamkeitsspanne. Wir starten mit dem Erlernen der Grundbefehle, denn diese werden, wie in vielen anderen Hundesportarten auch beim Obedience vorausgesetzt. „Sitz„, „Platz“, „Bleib“ und „Beifuß laufen“ sollten die ersten Befehle sein, die euer Hund beherrscht. Darauf baut man beim Obedience alles andere auf. Erst dann folgen Tricks und weitere Befehle und bitte immer daran denken, dass der Spaß an erster Stelle steht. Mit der Brechstange wird dein Hund nicht besser werden, außerdem lernen manche Hunde schnell, andere langsamer.

    Fehlersuche beim Obedience-Training

    Die Obedience-Ausbildung braucht Zeit und ihr werdet wahrscheinlich auf viele Hürden während der Ausbildung treffen. Die häufigsten Schwierigkeiten entstehen durch Aggressionen oder Trotz des Hundes. Ihr solltet Fehlverhalten immer sofort korrigieren. Aber immer mit Geduld, unterbrecht das Training notfalls oder verlagert die Aufmerksamkeit des Hundes auf etwas Positives, denn für den Hund ist es wichtig positive Erfahrungen zu erleben. Wenn eine Übung noch nicht so wirklich klappen will, wechselt zu einer anderen Übung, die dein Hund beherrscht. Es darf keine Frustration aufkommen, sowohl bei dir, als auch bei deinem Hund. Brecht das Obedience-Training ab, wenn euer Hund gelangweilt wirkt oder die Aufmerksamkeit verliert. Eine erfolgreiche Obedience-Ausbildung geht nur mit Geduld, Konsequenz und Spaß.

    Obedience – Gemeinschaft in der Hundeschule

    Man sollte auch ernsthaft in Betracht ziehen in eine Hundeschule zu gehen, denn die meisten Hundeschulen bieten Obedience-Trainingsgruppen an, oft auch in verschieden Klassen (Anfänger, Fortgeschrittene). Hier kann man sehr viele Erfahrungen mitnehmen und Fehler in der Ausbildung vermeiden. Wenn man später vorhat, an Wettkämpfen teilzunehmen, kann es wichtig sein, das Training mit vielen Hunden und Menschen gemeinsam zu bestreiten. Später im Wettkampf ist man auch nicht alleine auf dem Platz.

    Der Obedience-Wettkampf

    Ein Obedience-Wettkampf ist in verschieden Leistungsklassen gegliedert:

    Beginner Klasse
    Klasse 1
    Klasse 2
    Internationale Klasse 3(FCI)

    Jede Klasse enthält den Anforderungen entsprechend, Übungen nach Leistungsstand. Für jede zu absolvierende Übung gibt es Punkte. Die höchste Punktzahl beträgt 320 Punkte. Daraus ergeben sich folgende Bewertungen:

    „Vorzüglich“ von 256 bis 320 Punkte
    „Sehr Gut“ von 224 bis 255,5 Punkte
    „Gut“ von 192 bis 223,5 Punkte

    Ein Obedience-Wettkampf ist sehr umfangreich und beinhaltet – je nach Leistungsklasse – verschiedene Übungen.  Hier mal ein kleines Video:

    Wer sich noch genauer informieren will, kann sich auf der Webseite des VDH (Verband für das deutsche Hundewesen) weitergehend informierenLink: Prüfungsordnung Obedience

    Obedience ist in Deutschland noch nicht so weit verbreitet, denn diese Hundesportart erfordert eine Menge Disziplin von Hunde und Mensch. Geht einfach mal los und schaut euch einen Obedience-Wettkampf an und ihr werdet sehen, diese Hundesportart erfordert sehr viel Gefühl und ein harmonisches Hunde-Mensch-Rudel, was für uns Hundeliebhaber ja erstrebenswert seien sollte.

    von Sven

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