• Mein Hund soll gehorchen, aber wie lernt er das?

    Mein Hund soll gehorchen, aber wie lernt er das?
    manwalk / Manfred Walker / pixelio.de

    Grundsätzliches zum Gehorsam

     

    Viele Hundebesitzer glauben tatsächlich, dass ihre Lieblinge von Natur aus dem Menschen gehorchen.

    Ein großer Irrtum, denn Welpen haben erstmal keine Ahnung, was der Mensch von ihnen will. Der Hund ist zwar ein Freund des Menschen, er ist aber auch ein Lebewesen, dass nur seinen Vorteil sucht und der Mensch sollte ihm frühzeitig beibringen, dass es diese Vorteile nur bei absolutem Gehorsam gibt.

    Jeder Hund muss lernen Befehlen zu folgen und lernt nur so, sich dem Menschen unterzuordnen. Nur durch das konsequentes Umsetzen von Gehorsam und den entsprechenden Kommandos lernt der Hund, wer der Rangniedrigste und wer der Chef ist.

    Hunde sind eben keine Menschen, die wissen warum sie bestimmte Dinge nicht machen dürfen. Wir können es ihnen auch nicht erklären und Fragen können uns die Hunde auch nicht. Deshalb lernen sie erwünschte Verhaltensweisen nur über Gehorsamkeit und entsprechende Trainingsmaßnahmen.

    Grundsätzliche Maßnahmen bei Hunden zur Schulung der Gehorsamkeit

    „Was Hänschen nicht lernt, lernt Hans nimmermehr“. Dieser Grundsatz gilt auch bei Hunden. Deshalb muss die Gehorsamkeits-Schulung bereits bei Welpen beginnen.

    Dabei ist zu beachten, den jungen Welpen nicht durch stundenlanges Training zu überfordern. Spätestens nach zehn Minuten ist er nicht mehr bei der Sache und langweilt sich. Er legt sich hin, gähnt auch gerne mal oder kratzt sich. Gehorsamkeit lernen ist dann „doof“ und wird keine guten Ergebnisse erzielen.

    Für junge Welpen sollten deshalb mehrere kleine Trainings am Tag stattfinden und langsam intensiviert werden. Nach sechs bis sieben Monaten kann die Zeit der Schulung dann gut eine halbe Stunde am Tag betragen.

    Jeder Hundebesitzer sollte viel Geduld mit seinem Hund haben. Ungeduld, Stress und schlechte Laune verunsichern den Hund.

    Wo trainiere ich mit meinen Hund?

    Wer mit seinem Hund nur im heimischen Garten trainiert könnte dafür sorgen, dass der Hund auch nur dort zukünftig die Befehle ausführt. Das Training sollte überall und täglich stattfinden, unabhängig von Zeit und Wetter.

    Wie gibt man dem Hund Befehle?

    Der Hund darf nicht verunsichert werden, deshalb müssen Befehle klar und eindeutig sein. Diese Anweisungen sollten akustisch und visuell erfolgen. Nicht nur der Ton macht die Musik, auch gelichzeitige Handzeichen sind unerlässlich. Nur dann versteht ein Hund auch später Befehle auf größere Entfernungen.

    Dabei sollte immer beachtet werden, dass erst das Handzeichen erfolgt dann die Akustik. Wenn der Hund das gewünschte Verhalten umsetzt wird er belohnt und falls nicht, wird er einfach ignoriert.

    Gehorsam bedeutet Vertrauen

    Der Hund soll lernen was er darf und was unerwünscht ist. Jeder Hundebesitzer sollte sich fragen, ob er selbst jemanden folgen würde, dem er nicht vertraut?

    Deshalb muss das Training mit viel Gefühl umgesetzt werden. Viel Zeit ist erforderlich und niemals die Geduld verlieren oder gar aggressiv werden. Spürt der Hund das Vertrauen seines Besitzers, wird er es mit Vertrauen und Gehorsam zurück zahlen.

    Der Hund will motiviert werden

    Ein Hund will motiviert werden, denn warum soll er Kommandos ausführen, wenn er dafür nichts bekommt? Konsequent wird der Hund belohnt aber nur,  wenn er die gewünschten Befehle umsetzt. Eine zusätzliche Bestrafung bei Befehlsverweigerung darf nicht erfolgen,  denn für den Hund ist das Ausbleiben einer Belohnung schon schlimm genug.

    Dazu gibt es vier Methoden und darüber freut sich der Hund:

    – Wir belohnen den Hund mit Leckerlis

    – Der Hundebesitzer lobt den Hund

    – Er bekommt sein Lieblingsspielzeug

    – Der Hundebesitzer folgt dem Hund

    Korrekturen bei Ungehorsam

    Es gibt aber ein weiteres wirksames Mittel bei Ungehorsam, die physische Bestrafung. Die bedeute natürlich nicht, den Hund zu schlagen oder andere körperlichen Schmerzen zuzufügen.

    Ein kurzes ziehen an der Leine, idealerweise mit dem Ruf „Nein!“ verdeutlichen dem Hund, dass er sein Verhalten korrigieren muss, weil es unerwünscht ist. Mit der Zeit lernt der Hund so gewünschte Verhaltensweisen, denen keine Kommandos vorausgegangen  sind. Dies ist beispielsweise einzusetzen, wenn der Hund beim Sparziergang an der Leine zieht.

    von Sven

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