• Klickertraining

    Klickertraining
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    Ein gut ausgebildeter und gehorsamer Hund ist der Grundstein für ein gutes Miteinander. Klickertraining ist eine gute Methode, um das zu erreichen. Klickertraining existiert schon eine ganze Weile und wird nicht nur bei Hunden angewendet. Der Klicker wird in vielen Zoos und Zirkussen genutzt, um die Tiere zu beschäftigen oder bestimmte Verhaltensweisen für medizinische Untersuchungen möglich zu machen.

    Doch was ist eigentlich Klickertraining?

    Ganz einfach: Durch den Klick, bei erwünschten Verhalten deines Hundes, wird der Hund präzise im richtigen Moment belohnt.

    Was brauche ich ?

    Du brauchst nicht viel um mit dem Klickertraining zu beginnen. Das wichtigste Werkzeug ist natürlich der Klicker. Der Klicker ist nichts anderes, als ein kleines Stahlblech, in einem Plastikgehäuse, das nach Betätigung ein Klickgeräusch von sich gibt. Den Klicker kannst du, in jedem gut sortierten Zoofachgeschäft, käuflich erwerben (2-4 €). Wer das Klickertraining intensiv betreiben will, sollte vielleicht darüber nachdenken, sich ein Buch anzuschaffen.

    Wie funktioniert Klickertraining ?

    Erstmal müssen wir unserem Hund beibringen, dass er mit dem Klick etwas positives verbindet. Also fangen wir erstmal an, dem Hund bei jedem Klick ein Leckerli zu geben. Belohnung kann auch ein Spielzeug, Knuddeln oder ein Spiel sein, Hauptsache es ist etwas Positives für den Hund. Damit erreichen wir, dass dein Hund mit dem Klick immer mit etwas positiven verbindet. Das Ganze nennt man eine positive „Konditionierung“. Es ist aber wichtig, dass immer während des gewünschten Verhalten geklickt wird, nicht danach.

    Für was ist das nützlich ?

    Dein Hund erwartet nun bei jedem Klick etwas Positives. Es ist praktisch nichts anderes, als dem Hund für das Kommando „Sitz“ ein Leckerli zu geben. Aber trotzdem ergibt sich ein riesiger Vorteil. Jetzt hast du die Möglichkeit, positives Verhalten deines Hundes, sofort und präzise zu bestärken. Wenn dein Hund ein positives Verhalten aufzeigt, und du dieses zufällig beobachtest, hast du den Vorteil, das Verhalten schon präzise in dem Moment durch einen Klick zu belohnen. Auch Ansätze zu einem Verhalten können, durch einen Klick belohnt werden, um Verhaltensweisen dann schneller auszuprägen, oder auch ganze Verhaltensketten.

    Beispiele

    1. Finde einen Ort mit wenig  Ablenkungen
    2. Beobachten deinen Hund. Es wird ein Punkt kommen, wo dein Hund sitz macht.
    3. Klicke in dem Moment wo dein Hund sitz macht. Dein Hund hat nun gelernt, das sitz machen etwas ganz tolles ist.
    4. Wenn dein Hund wieder aufsteht, solltest du auch Klicken, denn wie wir gelernt haben, muss ein Verhalten immer durch einen Klick beendet werden.
    4. Wiederholen die Schritte 3-4. und wenn dein Hund anfängt, dir automatisch „Sitz“ anzubieten, hat die Konditionierung geklappt.
    5. Wenn Schritt 4. nun klappt, kann man anfangen, das Klickgeräusch mit einem verbalen Kommando zu verknüpfen.

    Klickertraining ist eine wunderbare Möglichkeit mit seinem Hund zu trainieren. Gerade der Klicker hat die Eigenschaft, niemals anders zu klingen oder negativ behaftet zu werden, anders als verbale Geräusche, die schon mal anders klingen können.

    von Sven

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