• Was heißt „dominant sein“?

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    Man hört immer wieder im Zusammenhang mit der Hundeerziehung, dass man seinen Hund „dominieren“ muss. Oft wird diese Aussage falsch interpretiert. „Dominanz“ wird verbunden mit herrischem, hartem oder sogar aggressivem Verhalten, was total falsch ist.

    „Dominanz“ ist zwar ein beherrschendes Verhalten, aber dies bedeutet nicht, dass man es mit einer mit Angst geschürten Hundeerziehung erreicht. Dominanz wollen wir erreichen, aber der Weg dorthin führt nicht über aggressivem oder wütendem Verhalten.

    Der ruhige, dominante Rudelführer

    Der Weg zum Rudelführer kann steinig sein, aber es sollte vermeiden werden, Gefühlsausbrüche in die falsche Richtung zu zeigen. Mitglieder in deinem Rudel sollten dir nicht ängstlich begegnen, sondern respektvoll. Dein Hund will Grenzen und Regeln haben und du zeigst ihm diese auf. Er ist ein Mitglied in deinem Rudel und will von dir genau wissen, was er darf und was nicht. Dieses richtige Verhalten forderst du in jeder Situation ein … ohne Ausnahme. Sorge für die Einhaltung der Regeln, mit ruhigem aber bestimmtem Verhalten. Ein Rudelführer ist nicht „aggressiv“ dominant, er ist „ruhig“ dominant.

    Die Basis: Vertrauen

    Als Rudelführer sind wir ruhig und willensstark. Dein Hund sehnt sich instinktiv nach Führung und Anleitung durch einen Rudelführer, der die richtigen Verhaltensweisen konsequent einfordert. Der Hund lernt nicht nur dich als Rudelführer zu akzeptieren, sondern auch dir und deinen Befehlen zu vertrauen. Sobald wir anfangen mit Wut und Aggressivität Angst zu schüren, ist diese wichtige Basis nicht vorhanden. Dann fehlt das Vertrauen und dein Hund wird deine Befehle nur wiederwillig befolgen oder gar nicht.

    Denke wie ein Hund

    Ein Hund denkt nicht wie ein Mensch, in der Hundewelt gibt es keine Ausnahmen. Hat ein Hunde-Rudelführer eine Regel eingeführt, wird diese immer angewendet, es gibt kein „ausnahmsweise“. Wir müssen im Zusammenhang mit unserem Hund aufhören etwas „Mensch“ auf ihn zu projizieren. Wie würde ein Hund einem anderen Hund sagen was er will? Sie schreien sich nicht an! Natürlich müssen wir Menschen auch verbal kommunizieren bei allem was auf große Entfernungen geschieht, doch gerade unsere Körpersprache und unsere Augen und Mimik, erzählen unserem Hund eine ganze Menge mehr.

    Lernen zu verstehen

    „Dominanz“ ist eigentlich das falsche Wort. Diese entsteht zwar mit der Zeit in der Beziehung zwischen Hund und Mensch, aber sie beruht auf anderen Merkmalen. Ein guter Rudelführer gibt seinem Hund Orientierung und das auf ruhige zuversichtliche Art. Die Folge wird sein, dass dein Hund dir mit Respekt folgt und vertraut, denn er akzeptiert dich weil er weiß, deine Regeln sind richtig und gut. Versuche zu verstehen was dein Hund dir sagen will, denn er sagt dir eine Menge. Versuche seine Körpersprache zu lesen. Was hörst du!?

    von Sven

    1 Kommentar für “Was heißt „dominant sein“?”

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