• Das „Kleine-Hunde-Syndrom“

    Carmen Schwarz / pixelio.de

    Kleiner Hund. Großes Maul.

    Ob Hundeliebhaber oder nicht, jeder kennt das: Kleine Hunde neigen oft dazu sich schlecht zu verhalten. Dieser Artikel ist kein Plädoyer gegen kleine Hunderassen, es sind Worte die wir finden müssen, damit Hunde wie Hunde leben, sie haben es verdient. Wir möchten uns an dieser Stelle schon jetzt bei denen entschuldigen, die es anders machen.

    Sie bellen, zwicken dem Menschen ins Bein, werden gerne auf dem Arm getragen und dürfen eigentlich alles, was große Hunderassen nicht dürfen. Man trägt sie in Taschen herum, sie tragen Kleidung und werden getätschelt und verhätschelt.

    Oft werden Hunderassen bis 30 Zentimeter Widerristhöhe von ihren Besitzern wie kleine Kinder behandelt, trotzdem aber nicht so erzogen, denn seinen Kinder bringt man benehmen bei. Ist Hundeerziehung ein Fremdwort, wenn es um kleine Hunde geht?

    In den USA nennt man dieses Verhalten „SDS = Small Dog Syndrom.“

    Hund ist Hund

    Ja auch wenn es viele Besitzer von Yorkscher, Chihuahua und Co. nicht wahrhaben wollen. Sie brauchen genau das, was alle anderen Hunde auch brauchen um ein schönes Hundeleben zu führen: „Erziehung, Bewegung, soziale Kontakte (vor allem andere Hunde) und fressen“.

    Nur weil dir Rasse klein ist heißt es nicht, dass sie sofort von anderen Hunden aufgefressen werden. Lasst euern Hund die Welt erkunden und den Umgang mit anderen Hunden lernen. Man sieht es leider all zu oft, dass kleine Hunde sofort auf den Arm genommen werde, wenn andere Hunde in Sichtweite sind. Kein Wunder, dass viele kleine Rassen mit Bellen und aggressiven verhalten auf andere Hunde reagieren, wenn sie nie gelernt haben, wie sie anderen Hunden umzugehen haben.

    Auch Bewegung sollte man kleinen Hunden ausreichend bieten. Gerade die kleinen Hunderassen sind sehr agil und bewegungsfreudig, Dieser Mangel ruft oft Fehlverhalten hervor. Auch ein kleiner Hund, entbindet nicht von ausgedehnten Spaziergängen.

    Es geht auch anders!

    Man trifft leider noch viel zu wenig kleine Rassen in Hundeauslaufgebieten an. Was wirklich sehr schade ist. Die man antrifft, sind meistens sehr gut im Umgang mit anderen Hunden und zeigen keinerlei Anzeichen vom „Gemeinen Taschenhund“. In diesen Situationen erkenne ich persönlich erst den wahren Charakter dieser Rassen. Sie schnüffeln, spielen und zeigen keinerlei Ängste. Denn nicht umsonst wird der Chihuahua als mutig und neugierig in seinem Wesen betitelt.

    Leider ist es seit ein paar Jahren, wir denken Paris Hilton ist schuld, modern, seinen Hund in Taschen zu tragen und wie ein Modepüpchen zu behandeln. Lasst euren Hund doch einfach Hund sein, er wird es euch danken.

    von Sven

    1 Kommentar für “Das „Kleine-Hunde-Syndrom“”

    Hinterlasse einen Kommentar:

    Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

    *